Das Internationale Jahr der Wälder

Umwelterziehung für Groß und Klein

Ein kurzer Blick in den Spiegel: Das Make-up sitzt perfekt, der Hut auch. Es kann losgehen! Die Hexen Babajaga und Murmelrumpumpel begrüßen ihre Gäste: eine Kindergartengruppe, die sich in den Wald verirrt hat. Die Kleinen reißen die Augen auf. Mit zwei Hexen haben sie nicht gerechnet. „Wie gut, dass ihr da seid“, sagt Murmelrumpumpel und reibt sich die Hände.

„Der König vom Darßwald sucht nämlich einen Nachfolger und ihr habt die Chance in seine Fußstapfen zu treten“, fügt sie hinzu. Das klingt gut und die anfängliche Angst schwindet. Die Kinder müssen verschiedene Rätsel lösen, die sich mit den tierischen und pflanzlichen Bewohnern des Waldes beschäftigen. Der, der die Herausforderungen am besten meistert, darf die Nachfolge seiner Majestät antreten. „Spielerisch lernen“ heißt dieses Prinzip.

In den Kostümen stecken Angelika Schröder und Heike Zehrfeld. Die eine ist Rangerin im Nationalpark, die andere arbeitet in der Borner Jugendherberge und engagiert sich dort in der Umweltbildung. Das Bewusstsein für die Natur soll bei den Kindern gestärkt und der Schutz von Tieren und Pflanzen in den Vordergrund gerückt werden. Nach diesem Prinzip arbeiten auch die Junior Ranger. 2005 gründete sich ihre erste Gruppe, die „Darßer Dachse“ im Bereich des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft. Mittlerweile sind es vier und sie nennen sich klangvoll die „Darßer Dachse“, die „Hiddenseer Hechte“, die „Zingster Zwergmäuse“ und die „Seeadler“ tragen.

Alle zwei Wochen gehen die Kinder und Jugendlichen mit erfahrenen Rangern in den Wald. Ihre Themen orientieren sich an den schulischen Lehrplänen und den Jahreszeiten. Diesmal halten die „Dachse“ Ausschau nach Schwarz- und Buntspechten, die sich im Darßer Wald heimisch fühlen. Kaum sind die Schüler im Wald, hören sie schon den Lockruf des Spechts, einen trillernden Pfiff. Schnell greifen sie nach ihren Ferngläsern und recken die Köpfe nach oben. Es ist nichts zu sehen, aber vielleicht haben sie Glück und können einen Blick in seine Höhle werfen oder ihm in seiner Schmiede zusehen, wenn er die Samen aus einem Kiefernzapfen pickt. Die eineinhalb Stunden vergehen wie im Flug. Zwar haben sie keinen Specht gesehen, doch die Nachwuchsranger geben nicht auf. Bei ihrer nächsten Exkursion werden sie wieder nach ihm Ausschau halten.

INFO: Das ausführliche Veranstaltungsangebot finden Sie unter
http://born-ibenhorst.jugendherbergen-mv.de