Kraniche im Nationalpark
BeobachtungspunkteKraniche lassen sich an vielen Orten beobachten - für den geübten Beobachter sind sie nicht zu übersehen oder zu überhören. Wer möglichst dicht an die scheuen Vögel heran möchte, dem seien unter anderem die Beobachtungsorte westlich von Zingst, in Pramort, Bisdorf, Hohendorf oder Zarrenzin empfohlen. |
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Zingst
Nahe des Ortes gibt es an jedem Zusammenschluss zwischen Riegel- und Boddendeich je eine Beobachtungseinrichtung. Für die Kranichbeobachtung hervorragend geeignet ist die westlich des Ortes. In der Nähe befindet sich eine Parkmöglichkeit und eine Schrägauffahrt ermöglicht auch Rollstuhlfahrern den Zugang. Von dieser großen Hütte aus kann man den abendlichen Einflug und den morgendlichen Aufflug der Kraniche direkt erleben. Man blickt auf die Insel Kirr, wo die Kraniche landseitig im Uferbereich übernachten. Dieser vom Wasserstand unabhängige Schlafplatz wird im Gegensatz zu anderen immer angenommen. Die Konzentration der zum Übernachten einfliegenden Kraniche beträgt bis zu 11.000 Exemplare.
Pramort
Eine weitere, rohrgedeckte Beobachtungshütte befindet sich in Pramort, d. h. an der Ostspitze der Halbinsel Zingst. Zur Beobachtung der einfliegenden Kraniche ist es notwendig, unbedingt die Einrichtung oder deren Schutz aufzusuchen.
Die Kraniche fliegen zum Schlafen auf dem Windwatt Bock sowie im boddenseitigen Flachwasser vor den Werder-Inseln ein, bei sehr hohem Wasserstand weichen sie auf die Inseln aus. Pramort liegt an der Einflugschneise der Vögel. Stehen Beobachter ohne Deckung, passiert es, dass die Vögel beim Direktanflug plötzlich ein Ausweichmanöver fliegen. Kleidung in grellen Farben und auffälliges Verhalten von Besuchern beunruhigen die Tiere noch zusätzlich.
Um Beunruhigungen der Tiere beim Einflug zu vermeiden, gelten vom 1. September bis Anfang November besondere Regelungen. Der Zutritt zum Gebiet ist an den Erwerb einer Nationalpark-Card gebunden. Eine limitierte Anzahl von Karten wird tagaktuell am Kontrollpunkt in der Sundischen Wiese verkauft.
Bisdorf
Eine weitere Möglichkeit, Kraniche zu beobachten, besteht in Bisdorf bei Groß Mohrdorf. Auch hier befindet sich eine rohrgedeckte Beobachtungshütte. Fasst sie, was in Spitzenzeiten vorkommt, nicht alle Interessenten, kann man nach außerhalb ausweichen. Ein Waldstück bietet Deckung. Im Schutz der Bäume werden beim An- und Abflug der Kraniche zum oder vom Windwatt Bock kaum Störungen verursacht. Die Kraniche sind von dieser Einrichtung aus sehr gut beim Überflug zu beobachten, vor allem aber sind sie zu hören.
Dieser Beobachtungsstand ist aus den Richtungen Barth und Stralsund gleichermaßen gut erreichbar, einige Parkmöglichkeiten sind auch in der Nähe vorhanden.

